Das Hormon Melatonin ist der Zeitgeber des Stoffwechsels und hat ein zirkadiane, schlaffördernde Wirkung. Die Synthese (Herstellung) von Melatonin erfolgt aus Serotonin, einem biogenen Amin, dass unter anderem das Wohlbefinden steigert. Bei Lichtmangel steigt die Konzentration von Melatonin, während die Konzentration von Serotonin abnimmt. Diese Konstellation kann Depressionen auslösen, die z. B. in den Wintermonaten, wenn das Tageslicht nicht lange genug anhält, auftreten und als saisonabhängige Depressionen (SAD) bezeichnet werden. Es handelt sich um jahreszeitlich gebundene mehr oder weniger stark ausgeprägte depressive Phasen, die durch folgende Symptome gekennzeichnet sind:

  • Müdigkeit
  • vermehrtes Schlafbedürfnis
  • Antriebslosigkeit
  • Denk- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Libidoschwäche
  • Heißhunger
  • Gewichtszunahme

Das Verfahren

Der Patient blickt ca. 30 bis 120 Minuten in eine sehr starke Lichtquelle. Die Intensität der Beleuchtung liegt zwischen 2.500 und 10.000 Lux. Das entspricht in etwa einem sonnigen Frühlingstag und ist 5-20-Mal so intensiv wie eine durchschnittliche Raumbeleuchtung.
Die Behandlung sollte möglichst morgens erfolgen, da hier die Wirkung am besten ist. Während der Therapie kann der Patient sitzenden Tätigkeiten wie etwa Lesen oder Essen nachgehen, allerdings sollte er ca. alle 30-60 Sekunden direkt in die Lichtquelle blicken. Bereits 3-4 Tage nach Beginn der Therapie kann sich ein Erfolg einstellen, wobei eine direkte Dosis-Wirkungs-Beziehung besteht und der Erfolg mit der Häufigkeit der Anwendung steigt.

 

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